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Fastenimpuls - Das wirklich Richtige ist oft nicht das Perfekte – sondern das Menschliche

17.3.2026

Richtig gemacht?!


Der perfekt geplante Tag
Ich habe meine Termine sauber eingetragen.
Pufferzeiten eingeplant.
Alles gut vorbereitet.
Und dann kommt ein Anruf,
eine Begegnung,
eine Bitte, die Zeit braucht.
Der Plan gerät durcheinander.
Aber der Mensch vor mir zählt mehr als der Plan.
Vielleicht war richtig gemacht,
nicht alles durchzuziehen –
sondern stehen zu bleiben.
Die gut gemeinte Lösung
Ich höre zu,
denke mit,
habe sofort eine Idee.
Ich erkläre, schlage vor, gebe Ratschläge.
Alles sinnvoll. Alles logisch.
Und dann merke ich:
Die andere Person wollte gar keine Lösung.
Sondern jemanden, der bleibt.
Vielleicht wäre es richtig gemacht,
einfach still zu sein.


Die perfekte Vorbereitung


Ich lese mich ein.
Mache Notizen.
Bin auf alle Fragen vorbereitet.
Und dann läuft das Gespräch ganz anders.
Spontaner. Ehrlicher. Ungeplant.
Vielleicht wäre richtig gemacht,
nicht alles parat zu haben –
sondern offen zu bleiben.

Das Durchhalten

Ich ziehe durch.
Auch wenn es anstrengend wird.
Auch wenn es weh tut.
Weil man das so macht.
Weil Aufgeben falsch wäre.
Und dann merke ich:
Es ist kein Aufgeben,
sondern Selbstfürsorge.
Vielleicht wäre richtig gemacht,
eine Grenze zu ziehen.


Das Helfen


Ich springe ein.
Übernehme noch eine Aufgabe.
Sag nicht Nein.
Alles läuft.
Aber ich selbst bleibe auf der Strecke.
Vielleicht wäre richtig gemacht,
ein Nein auszusprechen –
damit das Ja ehrlich bleibt.
Das Aushalten
Ich will trösten.
Aufmuntern.
Mut machen.
Aber manche Situationen brauchen keine Worte.
Nur Zeit.
Nur Dasein.
Vielleicht wäre richtig gemacht,
nichts zu sagen.
Gedanke zum Mitnehmen
Richtig gemacht heißt nicht immer:
effizient, korrekt, schnell, stark.
Manchmal heißt es:
ehrlich, menschlich, achtsam, genug.