Vorsorgevollmacht

Was kann denn schon passieren?

Jeder von uns kann durch Unfall, Krankheit oder Alter in die Lage kommen, dass er wichtige Angelegenheiten seines Lebens nicht mehr selbstverantwortlich regeln kann. 

  

Wer kann rechtsverbindlich handeln, wenn etwas passiert?          

  • Gerichtliche bestellte Betreuer 
  • Bevollmächtigte 

Ehegatte, Kinder oder Eltern können nicht automatisch rechtswirksam im Namen des Angehörigen handeln!

  

Sie sollten sich in diesem Fall einmal mit folgenden Fragen befassen:

  • Was wird, wenn ich auf die Hilfe anderer angewiesen bin? 
  • Wer handelt oder entscheidet für mich? 
  • Wird dann mein Wille auch beachtet werden? 

   

Oder noch konkreter gefragt: 

  • Wer verwaltet mein Vermögen (Rente, Sparkonto, usw.)? 
  • Wer erledigt meine Bankgeschäfte? 
  • Wer organisiert für mich nötige ambulante Hilfe? 
  • Wer sucht für mich einen Platz in einem Senioren- oder Pflegeheim? 
  • Wie werde ich ärztlich versorgt? 
  • Wer entscheidet bei Operationen und medizinischen Maßnahmen? 
  • Wer kümmert sich um meine persönlichen Wünsche und Bedürfnisse? 

   

Grundvoraussetzung zur Erteilung einer Vorsorgevollmacht:

  • Ihre Geschäftsfähigkeit 
  • absolutes Vertrauensverhältnis zum Bevollmächtigten, da es keine Kontrollinstanz gibt 

   

Formale Empfehlungen

  • kein allgemeines Formular benutzen 
  • möglichst umfassend und konkret schreiben 
  • in schriftlicher Form, aber nicht zwingend handschriftlich 
  • vollständiger Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Geburtsname sowie Anschrift des Vollmachtgebers und des Bevollmächtigten 
  • eigenhändige Unterschrift mit Datum 
  • Unterschrift der bevollmächtigten Person 
  • persönliche und vermögensrechtliche Angelegenheiten aufzeigen 
  • Gesundheitsfürsorge und Aufenthaltsbestimmungsrecht aufführen 
  • gegebenenfalls Unterschrift eines Zeugen 

   

Allgemeine Hinweise

  • ausführliches Gespräch mit dem Bevollmächtigten, gegebenenfalls auch mit dem Ersatzbevollmächtigten (am besten gemeinsam erstellen) 
  • besondere Wünsche detailliert in die Vorsorgevollmacht aufnehmen 
  • bei zu erwartenden Grundstücksgeschäften ist eine notarielle Beurkundung notwendig 
  • bei großem Vermögen wird eine Beglaubigung empfohlen (Die Betreuungsstelle der Stadt Dorsten beglaubigt Vorsorgevollmachten gegen eine Gebühr von € 10,--.) 
  • jährliche Überprüfung der Vorsorgevollmacht mit Datum und Unterschrift wird empfohlen 
  • die Vorsorgevollmacht ist jederzeit widerrufbar, solange die Geschäftsfähigkeit vorhanden ist 
  • Original beim Vollmachtgeber aufbewahren 
  • Kopie des Originals an den Bevollmächtigten aushändigen 
  • Ausweiskarte mit sich tragen, damit jeder weiß, an wen man sich im Bedarfsfall wenden kann 
  • Möglichkeit der Registrierung der Vollmacht beim Zentralen Vorsorgeregister   
  • Überlegungen über die Wirksamkeit über den Tod hinaus 

Ihre Ansprechpartnerin

Photo of Monika  Stolla Caritasverband für das Dekanat Dorsten e.V. Monika Stolla Fachbereichsvertretung, Diplom-Sozialarbeiterin, Rechtliche Betreuerin Westgraben 18 46282 Dorsten Telefon: 02362 918-700 Telefax: fax02362 918-710 E-Mail: