Betreuungsverfügung

Was ist eine Betreuungsverfügung?

Eine Betreuungsverfügung kommt insbesondere in Betracht, wenn sich niemand bereit erklärt oder wenn man keinen kennt, dem man eine Vollmacht erteilen könnte, oder wenn es andere Gründe gibt, eine gerichtlich kontrollierte Regelung der Angelegenheiten zu wünschen. 

   

Eine Betreuungsverfügung richtet sich an:

  • das Vormundschaftsgericht 
  • an die am Betreuungsverfahren beteiligten Personen 
  • an den Wunschbetreuer 

In einer Betreuungsverfügung legt man für den Fall der Betreuungsfähigkeit Wünsche an das Vormundschaftsgericht und an den zukünftigen Betreuer fest. Die geschieht zweckmäßig in einer schriftlich vorsorgenden Verfügung für den Betreuungsfall. Man kann festlegen, wer Betreuer werden soll, aber auch, wer auf keinen Fall Betreuer werden soll. 

   

Das Vormundschaftsgericht bestellt erst dann einen Rechtlichen Betreuer, wenn Sie diese Form der Hilfe benötigen. Der Rechtliche Betreuer wird in seiner Arbeit vom Vormundschaftsgericht kontrolliert und muss in regelmäßigen Berichten Rechenschaft ablegen. 

   

Muss der Betreuer den Willen des Betreuten beachten?

Ein Betreuer hat die Angelegenheiten des Betreuten so zu besorgen, wie es dessen Wohl entspricht. Konkrete individuelle Wünsche sollten deshalb mit in die Betreuungsverfügung aufgenommen werden. Der Betreuer hat den Wünschen des Betreuten zu entsprechen, soweit dies dem Wohl des Betreuten nicht zuwider läuft und dem Betreuer zuzumuten ist. 

   

Patientenverfügung 

Solange Sie als Patient einwilligungsfähig sind, entscheiden Sie selbst nach Aufklärung und Beratung durch den Arzt, welche Untersuchung, Behandlung oder Pflege Sie wünschen oder nicht wünschen. Ihre Entscheidung ist für den Arzt verbindlich. 

   

Wie ist aber zu entscheiden, wenn Sie einwilligungsunfähig sein sollten? Hier können Sie mit Hilfe einer Patientenverfügung Ihren Willen formulieren, wie Sie ärztlich behandelt werden sollen. 

   

Nähere Informationen über die Ausstellung einer Patientenverfügung erhalten Sie über den Ambulanten Hospizdienst im Hause des Caritasverbandes Dorsten, Westgraben 18 nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung. Zudem können Sie sich auch von Herrn Dr. Berthold Schreiber (Chefarzt a.D., Marienhospital Marl) jeden zweiten Dienstag im Monat in seiner Sprechstunde bei uns im Caritashaus beraten lassen. Bitte vereinbaren Sie hierfür einen Termin über unsere Information: (0 23 62) 918 700. 

   

Beratung für Bevollmächtigte 

Sie sind Bevollmächtigter und haben Fragen oder brauchen Unterstützung in Ihrer Aufgabe? Wir bieten Ihnen Beratung, Unterstützung und Fortbildung an. Drucken Sie sich unser Angebots-Formular aus und vereinbaren Sie mit uns einen Termin. 

   

Info-Veranstaltungen 

Wir bieten jährlich mehrere Info-Veranstaltungen und Info-Stände zum Thema „Vorsorgevollmacht und Bereuungsverfügung“ an. Bitte achten Sie auf die Ankündigungen auf unserer Website, in unseren Einrichtungen und in den Tageszeitungen. 

   

Gruppen, Institutionen, Vereine und Gemeinden, die Interesse an diesem Thema haben, können gerne Sondertermine mit uns vereinbaren.

   

Info-Material 

In unserer Geschäftsstelle am Westgraben erhalten Sie Broschüren zum Thema „Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung“. Sie sind während unserer Öffnungszeiten oder nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung zum Selbstkostenpreis zu erhalten.

Ihre Ansprechpartnerin

Photo of Monika  Stolla Caritasverband für das Dekanat Dorsten e.V. Monika Stolla Fachbereichsvertretung, Diplom-Sozialarbeiterin, Rechtliche Betreuerin Westgraben 18 46282 Dorsten Telefon: 02362 918-700 Telefax: fax02362 918-710 E-Mail: