Schwere Überschwemmungen in Südrussland

Mittwoch, 18. Juli 2012

Caritas leitet Hilfsmaßnahmen ein

11. Juli 2012. Nach der Flutkatastrophe in der Region Krasnodar bereitet sich die Caritas Südrussland auf eine mehrmonatige Nothilfephase vor. Die Caritasverbände der Region sind erfahrene Katastrophenhelfer, die auch in den vergangenen Jahren bei den schweren Überschwemmungen wie unter anderem in Wolgograd und Rostow Hilfe geleistet haben.

Der Katastrophenhilfe - Koordinator der Caritas Südrussland, Wadim Naboitschenko, berichtet, dass der staatliche Katastrophenschutz dazu in der Lage ist, die Flutopfer in der akuten Notlage zu unterstützen. Jedoch wird spätestens nach der ersten Woche weitere Hilfe von Nöten sein. Caritas international unterstützt die lokalen Caritas-Nothelfer bei der Soforthilfe und hat auch weitere Mittel für die längerfristige Hilfe besonders bedürftiger Familien zugesagt. 

Artikeln des täglichen Bedarfs, sowohl in den Notunterkünften als auch an speziell für die Lebensmittelversorgung eingerichteten Punkten. Aus verschiedenen Regionen Russlands kommt bereits Hilfe an, leider aber, wie so oft, unverpackt und unsortiert, was bereits zu erheblichen Problemen bei der Koordination durch den Katastrophenschutz und die lokalen Behörden führt. Für die erste Woche ist die Versorgung der Flutopfer gesichert. 


Dennoch ist die Lage unübersichtlich. „In der Stadt herrscht eine emotionale Starre. Die Menschen stehen unter Schock und haben den Bezug zu Realität völlig verloren. Es bricht immer wieder Panik aus, da Gerüchte über eine zweite Welle verbreitet werden“, wie unsere Caritaskollegen die Lage beschreiben. 

Bei der Überschwemmungskatastrophe in der Region Krasnodar sind am ersten Juliwochenende 171 Menschen ums Leben gekommen. Am stärksten betroffenen ist die Stadt Krimsk, wo 150 Menschen in den Fluten starben und ein Drittel der Stadt überschwemmt wurde. Zehntausende Haushalte waren ohne Strom, 4.000 Häuser und Höfe überflutet, Schulen, Kindergärten und andere Einrichtungen stehen unter Wasser. 

Caritas international ruft zu Spenden für die Opfer der Überschwemmungen auf. 

Spenden mit Stichwort „Caritashilfen Russland“ werden erbeten per: 
Online-Spende 
oder: 
Caritas international, Freiburg, 
Spendenkonto 202 
BLZ 660 205 00 
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe

Charity SMS: SMS mit CARITAS an die 8 11 90 senden (5 EUR zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Caritas international 4,83 EUR)